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Empfang zum Tag der Deutschen Einheit in Hermannstadt

Empfang zum Tag der Deutschen Einheit in Hermannstadt

Empfang zum Tag der Deutschen Einheit in Hermannstadt, © Fred Nuss

03.10.2019 - Artikel

Aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit lud das Deutsche Konsulat Hermannstadt am 02. Oktober erneut zum jährlichen Empfang ein. Dieser brachte auch diesmal zahlreiche Vertreter des Gastlandes aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Erziehung, Kultur und Zivilgesellschaft sowie im Amtsbezirk der Vertretung Hermannstadt ansässige deutsche Staatsbürger zusammen.

Ein besonderer Willkommensgruß galt dem 10-köpfigen Ärzteteam, das an jenen Tagen an der Medlife-Polisano-Klinik herzkranke Kinder unentgeltlich operierte um ihnen ein Leben in Gesundheit und Würde zu ermöglichen.

Im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung standen 30 Jahre Mauerfall und 30 Jahre Revolution in Rumänien. Konsul Tischler warf in seiner Rede den Blick zurück auf „das Schicksalsjahr 1989 mit all seinen damaligen Hoffnungen, Erwartungen und Plänen für uns und unsere Gesellschaft“.

„In Deutschland waren die Erwartungen sehr hoch: die Ostdeutschen sollten innerhalb einer Generation so schnell wie möglich teilhaben an den Errungenschaften des Westens, sollten ebenfalls ein Leben in Würde und freier Selbstbestimmung führen können und sollten gleichfalls die politischen und sozialen Rechte genießen, die bis dahin nur den Westbürgern zustanden.“, so Konsul Tischler.

Ferner unterstrich Konsul Tischler, dass ungeachtet des hohen persönlichen und gesellschaftlichen Engagements „nicht alle gesteckten Ziele bis heute erreicht werden konnten. Alle in der deutschen Gesellschaft haben hart für dieses Ziel der gleichen Lebensbedingungen in Ost und West  gearbeitet. Trotz aller Leistungen und großartiger Resultate, die Wiedervereinigung ist auch heute, 30 Jahre später, noch nicht gänzlich vollendet.“

In Anbetracht der Erfahrung der letzten dreißig Jahren bleibe es wichtig „auf die Zukunft hinzuarbeiten, sich ein Ziel zu setzen“.

„Andererseits müssen wir uns auch auf unvorhergesehene Entwicklungen einstellen, flexibel und anpassungsfähig sein. Eines ist klar, so schnell wie sich die Welt in den vergangenen Jahren verändert hat – die Art, wie wir arbeiten, kommunizieren, wie wir reisen, wie wir mit unserer Umwelt umgehen, so rasch wird sich die Welt auch in den nächsten 30 Jahren ändern, eher noch viel schneller.“, betonte ferner Konsul Tischler

Der Höhepunkt des Abends war die Enthüllung des „Transylvania Concept Cars“, eine Gemeinschaftsleistung der beiden deutschen Wirtschaftsclubs in Hermannstadt und Kronstadt. Alle im Auto eingebauten Teile werden von deutschen Firmen in Siebenbürgen produziert.

Eine besondere Bereicherung der Veranstaltung war das extra aus Deutschland angereiste Heeresmusikkorps Neubrandenburg, das die Gäste schwungvoll mit bestem Jazz und stimmungsvoller Musik beeindruckte und sie bis weit in den Abend hinein unterhielt.


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