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Deutschland und Rumänien: Bilaterale Beziehungen

28.10.2022 - Artikel

Der deutsch-rumänische Freundschaftsvertrag von 1992 bildet weiterhin die Grundlage für die guten und engen bilateralen Beziehungen. 2022 wird dessen 30-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen und Begegnungen in beiden Ländern begangen. Gemeinsam mit den USA gilt Deutschland als wichtigster außenpolitischer Partner Rumäniens.

Die im Land angesehene deutsche Minderheit hat eine wesentliche Brückenfunktion inne; sie ist die viertgrößte ethnische Minderheit in Rumänien (ca. 37.000 Personen) und im „Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien“ organisiert. Heute wird deutschsprachiger Unterricht in Rumänien verstärkt auch unabhängig von einem persönlichen  deutschsprachigen Hintergrund in Schulen nachgefragt. Der Deutsch-Unterricht wird unterstützt durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und das PASCH-Netz, das 55 Partnerschulen umfasst. Die Deutsche Schule Bukarest trägt seit Oktober 2021  das Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule“. Beliebt sind die (ca. 80) deutschsprachigen Studiengänge an rumänischen Universitäten.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich seit dem EU-Beitritt Rumäniens sehr positiv: Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Rumäniens und größter ausländischer Direktinvestor (Schwerpunkt Kfz-Zulieferbranche und Einzelhandel).  In vielen Branchen ist allerdings Personalmangel und brain-drain in andere EU-Länder mit besseren Verdienst- und Rahmenbedingungen spürbar. Die deutsche Wirtschaft organisiert sich in der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer, durch ein Korrespondentenbüro von Germany Trade and Invest  (GTAI) sowie in regionalen deutschen Wirtschaftsclubs.

Rumänien hat eine sehr lebendige kulturelle Szene und ist eng mit dem deutschen Kulturraum verbunden. Durch die deutsche Minderheit in Rumänien gibt es eine lebendige Tradition, die das Interesse an Sprache und Kultur pflegt. Deutsche Mittler sind das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander von Humboldt-Stiftung sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung und Hanns-Seidel-Stiftung, die mit ihren Programmen sichtbar vertreten sind.

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