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Duale Berufsausbildung

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Duale Berufsausbildung
Duale Berufsausbildung© dpa/pa

Das deutsche System der „Dualen Berufsausbildung“ ist über Jahrhunderte gewachsen und hat sich als wertvolle Ressource für die deutsche Wirtschaft erwiesen. „Dual“ bezeichnet dabei eine praktische Ausbildung, die schwerpunktmäßig von den Betrieben organisiert und durchgeführt wird, ergänzt durch die theoretische Ausbildung an staatlichen Berufsschulen.

 

Die Lerninhalte werden gemeinsam durch Staat und Wirtschaft unter Einbeziehung von Vertretern der Arbeitnehmerschaft festgelegt. Die Unternehmen definieren dabei die praktischen Anforderungen. Der Staat legt gemeinsam mit den Unternehmen das erforderliche theoretische Rüstzeug, die Verzahnung mit dem allgemeinen Schulsystem und die Mindestqualifikationen als Voraussetzung für die staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufs fest. Insgesamt sind derzeit in Deutschland 328 Ausbildungsberufe auf diese Weise geregelt.

Vom Dualen System profitieren alle Beteiligten: Die Unternehmen erhalten Personal, das genau den betrieblichen Anforderungen entspricht. Die Arbeitnehmer profitieren von der aufgrund ihrer Qualifikation und Arbeitserfahrung dauerhaft höheren Bezahlung. Für den Staat stellt eine qualifizierte Arbeitnehmerschaft einen entscheidenden Faktor für eine langfristig erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung und niedrige Arbeitslosenzahlen dar. Vor allem aber: Mit einer soliden Ausbildung erhalten junge Menschen eine langfristige berufliche Perspektive und damit auch eine Lebensperspektive. Mit der Berufsausbildung legen sie das Fundament für erfolgreiches selbständiges Unternehmertum. Ein deutsches Sprichwort lautet:  „Handwerk hat goldenen Boden“. Dieser gesellschaftspolitische Aspekt hat in den letzten Jahren zunehmende Beachtung gefunden, weil sich gezeigt hat, welche weitreichenden Folgen die Perspektivlosigkeit einer jungen Generation für eine ganze Gesellschaft haben kann.

Es gibt in Rumänien eine Reihe von Initiativen, die sich die Reform bestehender Berufsschulen oder die Neugründung von Berufsbildungseinrichtungen zum Ziel gesetzt haben. Sie orientieren sich dabei unterschiedlich stark an einem Modell dualer Berufsausbildung deutscher Prägung. Die Projekte sind meist privatwirtschaftlich initiiert, werden aber teilweise von Kommunen und Kreisen unterstützt.

In Kronstadt/Brasov, Hermannstadt/Sibiu, Arad, Temeswar/Timisoara, Karlsburg/Alba Iulia, Sathmar/Satu Mare u.a. werden auf diese Weise mehrere hundert Berufsschüler in verschiedenen technischen Berufen ausgebildet.

Koordiniert von der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer arbeiten Vertreter dieser Pilotprojekte im „Deutsch-Rumänischen Fachausschuss für Berufsbildung“ zusammen. Ziel des Gremiums ist es, die berufliche Bildung in Rumänien zu stärken und dem rumänischen Bildungsministerium bei Bedarf Vorschläge zum weiteren Aufbau eines Berufsbildungssystems zu machen.


EduPro:

http://rumaenien.ahk.de/bildung/

Akteure der internationalen Berufsbildung [pdf, 1,181.78k]

Deutsche Berufsschule Kronstadt: http://www.sgk.ro/ro/

Deutsche Berufsschule Temeswar: http://scoaladualatm.com/

Deutsche Berufsschule Karlsburg: http://spga.ro  


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