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Deutschland und Rumänien: Bilaterale Beziehungen

06.03.2026 - Artikel

Der deutsch-rumänische Freundschaftsvertrag von 1992 bildet weiterhin die Grundlage für die guten und engen bilateralen Beziehungen. Gemeinsam mit den USA gilt Deutschland als wichtigster außenpolitischer Partner Rumäniens. Als Zeichen der Wertschätzung hat das rumänische Parlament den 21. April als „Tag der Freundschaft zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland“ beschlossen.

Die im Land angesehene deutsche Minderheit hat eine wesentliche Brückenfunktion inne; sie ist die viertgrößte ethnische Minderheit (Zensus 2022 ca. 22.900 Personen) und im „Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien“ organisiert. Deutschsprachiger Unterricht wird in rumänischen Schulen auch außerhalb der deutschen Minderheit stark nachgefragt. Der Deutschunterricht wird unterstützt durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und das PASCH-Netz, das 65 Partnerschulen umfasst. Die Deutsche Schule Bukarest trägt seit Oktober 2021 das Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule“. Beliebt sind die (ca. 60) deutschsprachigen Studiengänge an rumänischen Universitäten.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich seit dem EU-Beitritt Rumäniens sehr positiv: Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Rumäniens (über 42 Mrd. Euro Handelsvolumen im Jahr 2024) und größter ausländischer Direktinvestor (Schwerpunkt Kfz-Zulieferbranche und Einzelhandel). Rund 10.000 deutsche Unternehmen sind in Rumänien aktiv und stellen ca. 250.000 direkte Arbeitsplätze. Die deutsche Wirtschaft organisiert sich in der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer, durch ein Korrespondentenbüro von Germany Trade and Invest (GTAI) sowie in regionalen deutschen Wirtschaftsclubs.

Rumäniens kulturelle Szene ist sehr vielfältig und eng mit dem deutschen Kulturraum verbunden. Wesentlicher Pfeiler des engen Austauschs sind die deutsche Minderheit, aber auch die ca. 900.000 in Deutschland lebenden Rumäninnen und Rumänen. Deutsche Mittler sind das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander von Humboldt-Stiftung sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung und Hanns-Seidel-Stiftung, die mit ihren Programmen sichtbar vertreten sind.

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